So jetzt bin ich eine Woche hier und habe einiges festgestellt:
Verkehr:
Es ist komisch im Auto links vorne ohne Lenkrad zu sitzen. Wenn man auf den Bus wartet schaut der Normaleuropäer nach links und wartet. In England kann man ihn so schnell verpassen, da man nach rechts schauen muss und dem Bus winken muss damit er anhält. Schwierig ist auch, beim überqueren der Straße zuerst nach rechts zu schauen. Es ist zu fest im Unterbewusstsein verankert. Dies hat so manchem Sprachstudenten bereits das Leben gekostet. War auch bei mir schön öfters knapp.
Wohnen:
Der gemeine Brite haust in einem kleinen, kalten Backsteinhaus. Er versucht es feudal mittels Kaminfeuer warmzuhalten, was ihm aber nur schwer gelingt. Vielleicht liegt es daran, dass im britischen Wortschatz das Wort „Isolation“ unbekannt ist. Überall Spalten und Ritzen in Fenstern und Türen und da wundern die sich glatt, warum es so kalt ist. Türgriffe sind rund und man muss aufpassen, dass man sie beim Drehen nicht herausreißt. Duschen sind nur in manchen Häusern vorhanden und das auch nur provisorisch.
Essen:
Der Brite dünstet jeglichen Geschmack behutsam aus dem Gemüse. Gewürzt wird kaum. Salz und Pfeffer sind immer noch die beste Lösung.
Das englische Bier ist in der Regel dunkel und schmeckt sehr lack. Ein pint (0,56 l) kostet ca. 2,50 Pounds (~3,30€) und wird ohne Trinkgeld an der Bar abgeholt und bezahlt. Es ist ungekühlt und sehr kohlensäurearm.
Wetter:
Das Wetter wechselt über Nacht recht schnell. War es schön und wolkenlos, kann am Folgetag leicht das Gegenteil der Fall sein. Aber unter Tags regnete es bis jetzt nicht fest.